Aktivitäten

Industrie 4.0 - Smarte Plasmaoberflächentechnik

Der zunehmende Trend zur Digitalisierung von Prozeßen, Vernetzung von Informationsströmen und der damit einhergehende Druck zur Effizienzsteigerung wirkt sich zunehmend auch auf die Branche der Oberflächentechnik und Plasmatechnologie aus.
Auch der Koordinierungsausschuss des PLASMA GERMANY befasst sich vertieft mit dieser Thematik. In diesem Zusammenhang findet am 17.04.2018 eine erste öffentliche und interdisziplinäre Diskussionsrunde statt.

17.04.2018, 11:15-12:45 Uhr, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Öffentliche Diskussion
zum Thema "Smarte Plasmaoberflächentechnik"

Effiziente Prozessgestaltung für Plasmaprozesse
 
Impulse zur Diskussion geben:
Dr. Thomas Schütte, Plasus GmbH
Dr. Michael Geisler, Solayer GmbH
Prof. Holger Kersten, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Peter Awakowicz, Ruhr-Universität Bochum

Diskutiert wird über Möglichkeiten und Herausforderungen durch die Digitalisierung und Vernetzung von Plasmaoberflächentechnologie. Industrie 4.0 ist in aller Munde und auch in unserer Branche gibt es großes Potential für die Reduktion von Stillstandzeiten, Qualitätssteigerung und die Erhöhung der Reproduzierbarkeit guter Beschichtungsergebnisse. Nicht zuletzt stehen Möglichkeiten zur effizienteren Prozessplanung und zur vorrausschauenden Wartung im Blickfeld.
Um Überblick zu schaffen und die Vorteile sichtbar hervorzuheben, sollen in der Veranstaltung von einem interdisziplinären Team an einem denkbaren Beispiel-Prozess der Plasmaoberflächentechnologie für großflächige Substrate die wichtigen Eckpunkte/Säulen und deren mögliche Vernetzung vorgestellt und diskutiert werden:

1. Grundlegende Prozesse im Plasma
2. Möglichkeiten der Plasmasensorik
3. Möglichkeiten und Grenzen des Anlagenbaues
4. Praxis des Anlagenbetreibers.

Ziel ist es, Arbeitsgruppen zu initiieren, die entlang jeweils einer bestimmten Prozesskette Zusammenhänge zwischen Plasma-internen Zustandsgrößen, dem Beschichtungsprozess entlang der Substratgeometrie und des sich schrittweise aufbauenden komplexen und sensiblen Schichtsystems erkennen. Die dafür erforderlichen Sensoren bzw. Geräte müssen mit einem den zu erwartenden großen Datenfluss bewältigenden Server vernetzt werden, um im Zusammenspiel mit ebenfalls eingebundenen Aktuatoren eine umfassend rückkoppelnde Prozesssteuerung zu etablieren. Der Nutzen in Gestalt von Genauigkeit, Präzision und Ausbeute der industriellen Produktion wird aufzuzeigen sein.

Besucher sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.